Das Rasch-basiertes Depressionsscreening (DESC) ist ein Selbstbeurteilungsfragebogen, der sowohl zur Beurteilung der Depressionsschwere als auch als Screeningverfahren für eine Depressive Episode eingesetzt werden kann. Es ist besonders geeignet für die Depressionsdiagnostik bei körperlich erkrankten Menschen sowie – durch seine beiden parallelen Formen – für wiederholte Testungen und Verlaufsmessungen.

Das DESC besteht aus jeweils 10 Items zur Messung von Depressivität in zwei parallelen Formen. Beide Formen sind eindimensional, so dass die Auswertung durch einfache Aufsummierung erfolgt. Die Fragen beginnen alle mit „Wie oft in den letzten zwei Wochen…“ und orientieren sich damit im Bezugszeitraum an den gängigen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM-IV. Die Items sind fünfstufig Likert-skaliert von nie (0) bis immer (4). Die Testdurchführung dauert in der Regel deutlich weniger als fünf Minuten. Die Interpretation kann mittels Cut-off-Vergleichs (Summenwert ≥ 12 spricht für das Vorliegen einer depressiven Episode) als auch mit der Normtabellen erfolgen.

Das DESC ist als Depressionsscreening (Verwendung des Cut-off-Wertes) sowie zur Bestimmung der Depressionsschwere (Verwendung der Normwerttabellen) in einem Altersbereich von 14 bis 94 Jahren valide einsetzbar. Das DESC zeigte sich in den bisherigen Untersuchungen als geeignet bei Gesunden sowie Menschen mit verschiedenen psychischen Erkrankungen. Zusätzlich ist das Instrument insbesondere für die Bestimmung der Depressionsschwere bzw. das Screening auf Depression bei Menschen mit körperlichen Erkrankungen geeignet, da in mehreren Untersuchungen gezeigt werden konnte, dass es Depressivität unabhängig von Komorbiditäten misst. Aufgrund der geringen Itemzahl bietet sich ein Einsatz Settings an, in denen für psychologische Tests wenig Zeit besteht. Das Ergebnis des DESC kann dann als Anlass für eine anschließende interviewbasierte psychologische Diagnostik genutzt werden. Aufgrund seiner beiden parallelen Formen ist das DESC zudem sehr gut für wiederholte Testungen und Verlaufsmessungen anwendbar, in denen Retesteffekte vermieden werden sollen.

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Aufbau

Screenshots der beiden Versionen des DESC (I und II) im Therapeutenbereich von Diagnostix.

DESC I

DESC I

DESC II

DESC II

© T. Forkmann, M. Böcker, M. Wirtz, C. Norra & S. Gauggel (2010) - Bezugsquelle: http://psychometrikon.de/

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